• 30 Tage Rückgaberecht
  • gratis Versand ab 100 CHF
  • Individuallösungen nach Mass
  • kostenlose Fachberatung

PSA - Persönliche Schutzausrüstung


Was ist eine persönliche Schutzausrüstung?

Persönliche Schutzausrüstung, kurz PSA genannt, ist jede Ausrüstung, die dazu bestimmt ist, von Beschäftigten benutzt oder getragen zu werden, um sich gegen eine Gefährdung für ihre Sicherheit und Gesundheit zu schützen. Dazu gehört auch jede mit demselben Ziel verwendete und mit der Persönlichen Schutzausrüstung verbundene Zusatzausrüstung. Folgende Arten von PSA, die Sie bei DENIOS im Sortiment finden, werden unterschieden:

  • Atemschutz
  • Augen- und Gesichtsschutz
  • Gehörschutz
  • Handschutz
  • Kopfschutz
  • PSA gegen Absturz
  • Schutzkleidung

Wer ist verantwortlich für die richtige persönliche Schutzausrüstung?

Aus dem Arbeitsschutzgesetz ergibt sich eine gesetzliche Verpflichtung des Arbeitgebers zur Bereitstellung von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA). Es verpflichtet den Arbeitgeber, dass er die erforderlichen Massnahmen des Arbeitsschutzes ergreift und die Gefährdungen der Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter beseitigt oder auf ein Mindestmass reduziert. Übrigens: Der Einsatz von PSA darf nur nachrangig zu anderen Schutzmassnahmen erfolgen. Dazu bieten sich in erster Linie technische und/oder organisatorische Schutzmassnahmen an. Erst wenn diese Schutzmassnahmen nicht möglich sind oder noch Restgefährdungen bestehen, darf PSA als individuelle Schutzmassnahme eingesetzt werden. Massgeblich ist hier die sogenannte „T-O-P“ Reihenfolge:    
Technische Schutzmassnahmen – z. B. Absaugung
    Organisatorische Schutzmaßnahmen – z. B. kutzmaßnahmen – z. B. PSA

Welche Kriterien gelten für die Auswahl?

Ergibt die Gefährdungsbeurteilung, dass PSA eingesetzt werden muss, müssen die Anforderungen an die PSA festgelegt werden. Na klar, denn nur so kann die später eingesetzte Persönliche Schutzausrüstung auch den entsprechenden Schutz bieten. Der PSA-Einsatz darf natürlich nicht zu einer zusätzlichen Gefahr führen: Daher ist zum Beispiel das Tragen von Schutzhandschuhen an Bohr- oder Drehmaschinen nicht erlaubt, da die Gefahr eines Einziehens besteht. Folgende Personen sollten bei der Auswahl der richtigen Schutzausrüstung beteiligt werden, da sie ihr Fachwissen einbringen können:

  • Vorgesetzten Fachkraft für Arbeitssicherheit
  • Betriebsarzt
  • Betriebs- oder Personalrat
  • Sicherheitsbeauftragte
  • betroffene Beschäftigte (im Rahmen von Trageversuchen)

Welche Kategorien Persönlicher Schutzausrüstungen gibt es?

Die Richtlinie für persönliche Schutzausrüstungen sieht eine Produktklassifizierung in drei Kategorien vor.

PSA-Kategorie I (geringe Risiken):
In diese Kategorie gehören solche persönlichen Schutzausrüstungen, bei denen man davon ausgeht, dass der Benutzer selbst die Wirksamkeit gegenüber geringfügigen Risiken beurteilen kann und deren Wirkung, wenn sie allmählich eintritt, vom Benutzer rechtzeitig und ohne Gefahr wahrgenommen werden kann (z.B. Handschuhe)

PSA-Kategorie II (mittlere Risiken): Zu dieser Kategorie gehören alle persönlichen Schutzausrüstungen, die weder der Kategorie I noch der Kategorie III zuzuordnen sind (z.B. Arbeitsschutzhelme, Schutzschuhe, Gehörschützer)

PSA-Kategorie III (hohe Risiken): Zu Kategorie III gehören komplexe persönliche Schutzausrüstungen, die gegen tödliche Gefahren oder ernste und irreversible Gesundheitsschäden schützen sollen, und bei denen man davon ausgehen muss, dass der Benutzer die unmittelbare Wirkung der Gefahr nicht rechtzeitig erkennen kann (z.B. Atemschutzgeräte, persönliche Schutzauasrüstungen zum Schutz gegen Absturz). 

Weitere Anforderungen an persönliche Schutzausrüstung

Persönliche Schutzausrüstung muss darüber hinaus den ergonomischen Anforderungen und gesundheitlichen Erfordernissen der Beschäftigten genügen: Sie muss an den Träger anpassbar sein. Grundsätzlich ist PSA für den Gebrauch durch nur eine Person bestimmt. Erfordern die Umstände trotzdem eine Benutzung durch verschiedene Mitarbeiter (z. B. Auffanggurte), muss der Arbeitgeber dafür sorgen, dass Gesundheitsgefahren oder gar hygienische Bedenken nicht auftreten.


Was gehört nicht zur persönlichen Schutzausrüstung?

Nicht jede Schutzausrüstung bzw. Arbeitskleidung ist der PSA hinzuzurechnen. Dazu gehören:

  • Arbeitskleidung und Uniformen, die nicht speziell der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten dienen
  • Ausrüstungen für Not- und Rettungsdienste
  • persönliche Schutzausrüstungen für die Bundeswehr, den Zivil- und Katastrophenschutz, die Polizeien des Bundes und der Länder sowie sonstige Einrichtungen, die der öffentlichen Sicherheit oder der öffentlichen Ordnung dienen
  • persönliche Schutzausrüstungen für den Strassenverkehr, soweit sie verkehrsrechtlichen Vorschriften unterliegen
  • Sportausrüstungen
  • Selbstverteidigungs- und Abschreckungsmittel
  • tragbare Geräte zur Feststellung und Signalisierung von Gefahren und Gefahrstoffen