Wichtige Begriffe und was sie bedeuten

Glossar

Das nachstehende Glossar enthält und erläutert über 20 Begriffe und Abkürzungen rund um die Themen Gefahrstofflagerung und Arbeitssicherheit.
Weitere nützliche Informationen zu aktuellen Gesetzen und Vorschriften finden Sie hier.

ATEX ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für die Explosionsschutzrichtlinie 94/9/EG (ATEX 95)

Deutsches Institut für Bautechnik (Berlin)

Für die Lagerung in Sicherheitsschränken ist die Europäische Norm EN 14470-1 seit April 2004 in Kraft getreten. Die Feuerwiderstandsfähigkeit des Schrankes muss durch eine Brandprüfung (Typprüfung) gemäss DIN EN 14470-1 untersucht werden.

Die europäische Harmonisierung hat nun auch die feuerwiderstandsfähigen Druckgasflaschenschränke erreicht. Die neue Euronorm EN 14470-2 ersetzt nach Veröffentlichung die bisherige DIN 12925-2. Die Konsequenzen der EN in Deutschland und Europa: Die Feuerwiderstandsfähigkeit wird in 4 Klassen von G15 bis G90 (Feuerwiderstandsfähigkeit von 15 bis zu 90 Minuten) unterteilt.

Absaugung von Gefahrstoffen – Lufttechnische Prüfung nach EN 14175-3
Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 und 6 des Arbeitsschutzgesetzes mussten auch bisher schon Gefährdungen und Belastungen beim Umgang mit Gefahrstoffen ermittelt und entsprechende Schutzmassnahmen festgelegt werden. Mit der Betriebssicherheitsverordnung und insbesondere mit der am 01.01.2005 in Kraft getretenen Novelle der Gefahrstoffverordnung hat die Gefährdungsbeurteilung nochmals an Bedeutung gewonnen. Um die Leistungsfähigkeit von Abzügen hinsichtlich des Rückhaltevermögens von Gefahrstoffen zu beurteilen, wurde in dieser Norm ein neues Prüfverfahren eingeführt.

Sicherheits-Notduschen
Das Europäische Komitee für Normung „CEN“ hat eine Europäische Norm „Notduschen“ vorgelegt. Die EN 15154 ist zur Zeit in zwei Bereiche untergliedert. Teil 1 für „Körperduschen mit Wasseranschluss in Laboratorien“ und Teil 2 für „Augenduschen mit Wasseranschluss“. In Vorbereitung bzw. Planung sind weitere Teile für „Tragbare Körperduschen“, „Tragbare Augenduschen“ und „Körperduschen mit Wasseranschluss für Produktionseinrichtungen“. Die Teile 1 und 2 der EN 15154 regeln die Mindestanforderungen an Augen- und Körperduschen. In gefährlichen Arbeitsbereichen muss sofort eine ausreichende Menge an Flüssigkeit zur Verfügung stehen, so dass der Körper bei einem Brand oder nach Kontakt mit gesundheitsgefährlichen Substanzen geduscht werden kann.

Sicherheitsschuhe
Kategorien und Anforderungen der EN 345
S1 Bereiche, in denen die Einwirkung von Feuchtigkeit nicht zu erwarten ist. Anforderungen: geschlossener Fersenbereich, Antistatik, Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich
S2 Bereiche, in denen zusätzlich die Einwirkung von Nässe zu erwarten ist. Anforderungen: Wasserdurchtritt und Wasseraufnahme
S3 Bereiche für S2, in denen zusätzlich die Gefahr des Eintretens spitzer und scharfer Gegenstände in die Sohle besteht. Anforderungen: durchtrittsicherer Unterbau, profilierte Laufsohle

Explosionsfähige Atmosphäre im Sinne der BetrSichV Anhang 3 ist ein Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln unter atmosphärischen Bedingungen. 
Zone 0 = gefährliche explosionsfähige Atmosphäre ständig, langzeitig oder häufig vorhanden
Zone 1 = gefährliche explosionsfähige Atmosphäre gelegentlich vorhanden
Zone 2 = gefährliche explosionsfähige Atmosphäre normalerweise nicht und nur kurz vorhanden
Aktive Lagerung: 
Lagerräume, in denen abgefüllt wird, sind Zone 1, somit ist eine Zwangsbelüftung notwendig.
Passive Lagerung: 
Bei der passiven Lagerung von entzündlichen Flüssigkeiten im Freien gelten die Auffangräume bis zu einer Höhe von 0,2 m über deren Oberkante hinaus als Zone 2. Ausserhalb eines Auffangraumes gilt der Bereich bis zu einer Höhe von 0,2 m über Erdgleiche bis zu einem Abstand von 2 m vom Auffangraum als Zone 2 (TRbF 20 8.4.3.2).

Temperatur, bei der eine Flüssigkeit brennbare Dampf-Luftgemische bildet

Gefahrgutverordnung (Strasse)

Lagerklassen

Die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) schützt den Träger gegen körperschädigende Einflüsse

... über „Mindestvorschriften zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch physikalische Einwirkungen (Lärm)“ ist mit der Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union vom 15. Februar 2003 in Kraft getreten. Sie ersetzt die Richtlinie 86/188/CEE zur „Lärmexposition am Arbeitsplatz“.

Die europäische Richtlinie 89/686/EWG schreibt u. a. die Kennzeichnung von Handschuhen der Kategorien II und III mit Piktogrammen vor, die deren Schutzwirkung erklären.

für den gewerblichen Bereich werden in 3 Kategorien der PSA
(Persönliche Schutzausrüstung), abhängig vom Gefahrenpotenzial, eingeteilt:
Kategorie I minimale Risiken, geringe Schutzanforderungen
Kategorie II mittlere Risiken, PSA, die nicht den Kategorien I und III zuzuordnen sind, z. B. Schutz gegen mechanische Gefährdung
Kategorie III komplexe PSA, Schutz gegen tödliche Gefahren oder ernste, irreversible Gesundheitsschäden, z. B. zeitlich begrenzter Schutz gegen Schädigung durch Strahlung oder Chemikalien

Stahlwannen-Richtlinie

Technische Regeln für brennbare Flüssigkeiten

Technische Regeln für Gase

Technische Regeln für Gefahrstoffe

Verordnung über brennbare Flüssigkeiten (ab 1.1.2003 ungültig, s. BetrSichV)
Die bisherigen VbF-Klassen A I bis III und B werden ersetzt durch die Einstufungen gemäss der Gefahrstoffverordnung §4:
entzündlich R 10
leicht entzündlich (F) R 11, R 15, R 17
hochentzündlich (F+) R 12

Verband der Chemischen Industrie e.V.

Die Zusammenlagerung unterschiedlicher LGK in einem Lagerabschnitt ist durch die einschlägigen Gesetze, Verordnungen und Technischen Regeln reglementiert. Der VCI hat auf dieser Grundlage ein Zusammenlagerungskonzept entwickelt.

Wassergefährdungsklassen:

WGK 1 schwach wassergefährdend
WGK 2 wassergefährden
WGK 3 stark wassergefährdend

Temperatur, bei der sich Dampf-Luftgemische entzünden